April 2008

Im Monat April habe ich mich mit dem Sandstrahlen von Bremstrommeln, Bremsankerplatten und Kleinteilen der Achsen beschäftigt. Den Hinterachskörper und die beiden Vorderachshälften habe ich aus Zeitgründen von einem Profi strahlen lassen. Ich bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Vielen Dank Herr Nietzsche! Des Weiteren habe ich die Achsen und die Anbauteile schwarz gemalt. Leider hat nicht alles so gut geklappt, eine der hinteren Bremsankerplatten ist kaum zu retten...

Hier ist das Sorgenkind (die rechte gesandstrahlte hinteren Bremsankerplatte) zu sehen. Leider hat sich im Laufe der Jahre das Wellenlager in die Bremsankerplatte eingearbeitet und der Bremsbackenführungsring ist schon sehr stark abgenutzt. Als vorerst einzige Alternative bleibt mir nur die Suche nach einer anderen gut gebrauchten Bremsankerplatte.

Besser klappte das Lackieren der Achsen. Zuerst wurden jene an den Gestellen und Drähten aufgehängt und ausgerichtet. Nach einer dünnen Schicht 1K-Füller habe ich die Problemzonen an der Vorderachse (Dichtung Federverschlußdeckel) zusätzlich mit Karosseriedichtmasse umspachtelt.

Hier ist gut die verwendete Dichtmasse zu erkennen jene wurde ringförmig aufgebracht. Ich verspreche mir durch diese Maßnahme das ich eine nichtropfende Vorderachse habe.

Zum Schluß wurden die Teile noch schwarz lackiert. Ich muss dazu sagen ein paar kleine Nasen sind leider gelaufen. Jene werde ich aber nach dem Trocknen noch wegpolieren.

Nach dem Trocknen der Farbe konnte ich mit dem Einbau der Hinterachse beginnen. Als großes Problem dabei haben sich die Gummiplatten welche zwischen Blattfeder und Achskörper gelegt sind erwiesen. Ich dachte es sei kein Problem neues Gummimaterial zu besorgen und zu fräsen. Denkste! Ich habe 2 x versucht gewebeverstärkten Gummi zu fräsen, zu schleifen, zu schneiden etc. Immer war ich mit dem Ergebnis nicht zu frieden. Der Gummi war zerfrannst, zu weich und wurde bei der Montage stehts weggedrückt. Zum Glück ist mein Nachbar Schuster und konnte mir mit Schuhsohlenmaterial weiterhelfen. Nun hatte ich einen Gummi zur Verfügung welcher leicht zu bearbeiten ist und auch noch Formstabil bleibt. Danke Werner!

Vom Rohmaterial zum einbaufertigen Gummi dauerte es dennoch gut eine Stunde pro Stück das ganze 4 x und "schon" waren die Gummis fertig...

So sieht die auf der hinteren Blattfeder montierete Hinterachse auf der Beifahrerseite aus. Gut zu erkennen sind die kontrastreichen Platten-gummis.

Da ich nun einmal mehr Erfahrung mit der Bearbeitung von Gummimaterial habe, wurden gleich noch die Gummibuchsen für die hinteren Stoßdämpferaufnahmen gefertigt. Dazu eignen sich bestens Gummiverschlüsse von alten Apothekenflaschen, welche ich mal auf einem Teilemarkt in Tschechien gekauft habe. Jene wurden durchbohrt und auf Maß zylindrich zurechtgeschliffen.

Hoffentlich klappt der Zusammenbau der Teile wie gewünscht. Weiter gehts im Monat Mai...